Posts Tagged ‘kino’

Get Smart

Juli 1, 2008

Maxwell Smart war in den 60ern der Held einer TV-Serie, in der es hauptsächlich darum ging, Agentenfilme auf die Schippe zu nehmen. Jetzt kehrt er in einer zeitgemäßen Neuverfilmung auf die Leinwand zurück: “Get Smart” heisst der Film, in dem Steve Carell in die Rolle des Maxwell Smart schlüpft und zusammen mit Anne Hathaway als “Agent 99″ gegen die Terrororganisation Kaos antritt. Die Story ist mit einem Satz erzählt: Kaos bedroht die Welt mit Atombomben und keiner außer Agent 86 (Maxwell Smart) kann sie daran hindern - wenn da nicht auch noch der Verräter in den eigenen Reihen wäre, den es zu enttarnen gilt.
Der Film ist eine Agentenkomödie vom Reissbrett mit Witzen, die sich eng an der TV-Serie aus den 60ern orientieren. Auch die Komplexität der Handlung könnte aus den 60ern stammen und so ist “Get Smart” von der ersten bis zur letzten Sekunde vorhersehbar. Selbst Menschen die den Film nicht gesehen haben könnten die Handlung erzählen, wenn sie vorher schonmal einen Film wie “Agenten wie wir” oder ähnliches gesehen haben. Fans der Serie werden bestimmt ihren Spaß haben, wer aber die schon nicht leiden konnte, wird auch mit “Get Smart” seine Probleme haben. Ein Klassiker wirds nicht, aber es hätte schlimmer kommen können.

Bank Job

Juni 24, 2008

Terry, gespielt von Jason Statham, hat ein Problem: Er hat kein Geld und einen brutalen Typen am Hals, dem er eben dieses schuldet. Da kommt ihm seine alte Flamme Martine Love gerade recht, die ihm einen narrensicheren und risikolosen Bank-Raub anbietet. Dumm nur, dass Martine ein doppeltes Spiel treibt und Terry hinterher korrupte Bullen, ehrliche Bullen, den britischen Geheimdienst, einen brutalen Porno-Produzenten und einen mindestens genauso brutalen Drogendealer aus Trinidad am Hals hat. Am Ende ist von seiner Gang nur noch die Hälfte übrig, aber natürlich schafft er sich aus dem ganzen Schlamassel raus.
Was im Trailer wie eine Art britische Version von “Ocean’s Eleven” aussah, ist auf der Leinwand ein klassisches Heist-Movie, weitgehend ohne irgendeine Form von Humor, mit schlechten Schauspielern, klischeehaften Figuren, mieser Synchronisation und vorhersehbarem Verlauf. Von dem ach so überraschenden Ende, von dem ich vorher gelesen habe, habe ich im Kino dann auch nichts mehr gefunden. Ein klassischer Fall von verschwendetem Geld also.

Charlie Bartlett

Juni 23, 2008

Ein 17jähriger Teenager erkennt die berauschende Wirkung von Psychopharmaka und ernennt sich kurzerhand zum Haus- und Hofpsychiater seiner Mitschüler, um sich mit den Pillen etwas nebenbei zu verdienen. Am Ende findet er natürlich auf den rechten Pfad zurück, bekehrt bei der Gelegenheit gleich noch seinen Schuldirektor, den Schläger der Schule, einen suizidgefährdeten Hobby-Theater-Autor und diverse andere, bevor sich am Schluss alle lieb haben.
Nette Indie-Coming-Of-Age-Komödie, die anfangs mit schrägen Ideen überzeugt, gegen Ende aber leider zu brav, zu vorhersehbar, zu glatt und vor allen Dingen zu langatmig daherkommt. Die Botschaft “Ihr könnt alles schaffen, wenn Ihr an Euch glaubt!” wird auch hier zum x-ten Mal gepredigt. Können die Damen und Herren Drehbuchautoren sich nicht mal eine neue Message ausdenken? Wird langsam langweilig.

Die Website zum Film

Iron Man

Mai 22, 2008

Meine Güte, was haben die Comic-Verfilmungen doch seit den lausigen Versuchen aus den 80er-Jahren an Qualität gewonnen (wenn man von so schlimmen Ausreissern wie z.B. den “Fantastic Four” mal absieht): Klasse Spezialeffekte, echte (und gute!) Schauspieler, gute Story, Spannung, Humor - was will man mehr? “Iron Man” ist der perfekte Spaß-Film für einen netten Kino-Abend. Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Love Vegas

Mai 8, 2008

Die schnellen Schnitte während der Vorgeschichte täuschen darüber hinweg, dass man es hier doch wieder nur mit einer typischen romantischen Komödie zu tun hat. Das Strickmuster ist bekannt: Sie hassen sich, sie hassen sich doch nicht, sie lieben sich, einer von beiden macht was Blödes, weswegen der/die andere ihn/sie dann doch wieder hasst und zum Schluss lieben sie sich wieder und alle sind glücklich. Nicht neu, aber hübsch gemacht. Dazu noch sympathische Haupt-Figuren (findet noch jemand außer mir, dass Cameron Diaz irgendwie alt aussieht? Die Haut sieht mir nach zu vielen Sonnenbädern aus…), schräge Neben-Figuren, ein netter Soundtrack und fertig ist die Komödie des noch jungen Sommers. Wird bestimmt ein Hit, hat es auch irgendwie verdient, aber schon in einem Jahr wird sich niemand mehr dran erinnern (außer denen, die ihn sich anschließend noch auf DVD kaufen).

Offizielle Website

21

April 22, 2008

Das passiert, wenn nicht nochmal einer über den fertigen Film drüberschaut: Ein Werk, bei dem man locker 30 Minuten hätte rausschneiden können, landet ungekürzt auf der Leinwand und schafft es dabei auch noch, trotz Überlänge nur eindimensionale Charaktere abzubilden, die einem so egal sind, dass der Spin am Ende des Films einen im Grunde völlig kalt lässt. Respekt! Liebe Filmstudenten, nehmt Euch “21″ als Vorlage dafür, wie man einen Film NICHT abliefern sollte.

“21″-Website